jeden letzten Dienstag im Monat: 18:00 – 20:00 Uhr, Kieztreff in der Frisierkunst

Der Literatursalon im Kieztreff der kliq-Genossenschaft lädt zu einer monatlichen Zusammenkunft von Literaturbegeisterten ein und freut sich auf Ihre Anmeldung.

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26. Mai 2026, 18 Uhr –  Literatursalon
Unser Thema 2026: BERLIN 1933 – 1945. INNENANSICHTEN UND EXILERFAHRUNGEN 
 
Wir tauschen uns über den Roman Ein Mensch fällt aus Deutschland von Konrad Merz aus.

»Gestern früh sind wir aus Berlin gekippt. Ungewaschen, ungekämmt. Wie ausgespuckt.« Kurze Zeit später muss sich ein junger Student in den Niederlanden durchschlagen, heimlich unter dem Pensionsbett von Freunden übernachten. Die Niederländer versteht er nicht, sie blicken ihm nicht in die Augen, sehen in ihm nur »den Migranten« oder »den Flüchtling«. Er sehnt sich nach Deutschland zurück, auch wenn weder Ilse noch seine Mutter verstehen können, warum er das Land überhaupt verlassen hat. 1934 sieht Deutschland noch nicht für jeden so düster aus wie wenige Jahre später. Aus Tagebucheinträgen und Briefen entsteht im Roman das Bild eines Mannes, der aus Deutschland »herausgefallen« ist, oder deutlicher: der fliehen musste. 1936 im Amsterdamer Exilverlag Querido erschienen, gilt er als erster Exilroman Deutschlands und beschreibt melancholisch und mit bitterem Humor eine düstere Zeit, in der sich alles, was folgen wird, schon vorahnen lässt. (Aus dem Klappentext des Fischer Verlags, 2025)

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Einführung und Moderation: Sabine Günther

Ort: Kieztreff der kliq-Genossenschaft, Wilskistr. 34

Zeit: 26.5.2026, 18:00–20:00 Uhr

Die Teilnahme ist kostenfrei. Es wird um eine Spende für den Unterhalt des Kieztreffs gebeten.

Bitte melden Sie sich bei Sabine Günther an: sabine.passage@gmail.com

Die  Lektüreliste wird Ihnen auf Anfrage zugeschickt.

Was erwartet Sie 2026 im Literatursalon?

Es soll weiterhin um „Berlin in der Literatur“ und um Belletristik gehen. Nachdem wir uns 2025 im Literatursalon der Literatur im Berlin der Weimarer Republik gewidmet haben, wollen wir uns im neuen Jahr dem zuwenden, was in und über Berlin während der Zeit des Nationalsozialismus geschrieben wurde.
Fast alle Schriftstellerinnen und Schriftsteller, deren Bücher wir 2025 gelesen haben, mussten Deutschland nach Hitlers Machtantritt 1933 verlassen. Sie gingen ins Exil.
Die Bücher, die sie im Exil schrieben, sind nicht nur biographisch, sondern vor allem auch literarisch interessant.
Aus einer von der Moderatorin des Literatursalons zusammengestellten Lektüre-Liste suchen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam die Bücher aus, die sie lesen möchten.