In 6 Schritten zum Bau
eines Nahwärmenetzes
Der Bau eines Nahwärmenetzes ist kein Marathonlauf, aber 6 Schritte sind nötig.
Der 1. Schritt ist eine Nachbar-Initiative unter Beteiligung der kliQ-Nachbarinnen und kliQ-Nachbarn. Man trifft und informiert sich in der Nachbarschaft und signalisiert Anschlussinteresse über Kundenwunsch-Zettel. Der Start ist gemacht, wenn ein ausreichend großes Interesse sichtbar wird.
Wann ist ein ausreichend großes Interesse erreicht? Fördermittel zum Bau eines Netzes gibt es erst bei mindestens 17 Häusern. Natürlich ist es von Vorteil, mehr als 17 Häuser anzuschließen. Zwar steigen dann die Gesamtkosten für das Netz, aber diese Kosten verteilen sich auf mehr Schultern, so dass es für den Einzelnen günstiger wird.
Sobald entlang einer gedachten Trasse 17 oder mehr Häuser an einem Anschluss interessiert sind, schalten die kliQ- Nachbarinnen und kliQ-Nachbarn im 2. Schritt das Team von kliQ-Energie ein. kliQ-Energie führt dann eine Vorstudie durch, in der die Erfolgsaussichten für das Bauprojekt geprüft werden.
Sind die Voraussetzungen für ein Netz gut, wird aus der Initiative ein Genehmigungsprojekt. Das kostet Geld und erfordert eine gesicherte Finanzierung. Dafür werden Fördergelder beantragt und parallel dazu Anschlussverträge mit den späteren Netzkunden abgeschlossen. Der Fördermittelgeber nennt diesen Schritt „eine Machbarkeitsstudie erstellen“. Das klingt vorläufig, beinhaltet aber alle Vorarbeiten von der Bedarfsanalyse über die Vorplanung bis zum Stellen der erforderlichen Genehmigungsanträge.
Wenn sich abzeichnet, dass das Netz eine Baugenehmigung bekommt, stellt kliQ-Energie einen zweiten Förderantrag für die Kofinanzierung der nächsten Schritte bis zum Bau.
Sobald alle Genehmigungen und der Förderbescheid für den Bau des Netzes vorliegen, beginnt der 3. Schritt, die Ausführungsplanung. Danach folgt das Ausschreibungsverfahren für die ausführenden Gewerke im 4. Schritt mit der Auftragsvergabe an die Baufirmen.
Und nun beginnen im 5. Schritt endlich das eigentliche Bauen des Netzes und parallel dazu die Montage der Wärmepumpen in den Kellern.
Nach der technischen Abnahme von Netz und Wärmepumpen beginnt im 6. Schritt der Betrieb des Nahwärmenetzes. Die Wärmepumpen beginnen zu laufen und liefern fossilfreie Wärme im Winter und, wenn gewünscht, auch Kühlung im Sommer.
Den ersten Schritt müssen Sie machen
Nehmen Sie Kontakt mit kliQ-Nachbarinnen und kliQ-Nachbarn auf und sprechen Sie mit Ihnen. Mehr zu den kliQ-Nachbarinnen und kliQ-Nachbarn beschreiben wir hier.
Wie Sie Anschluss-Kunde werden können
Wollen Sie Netz-Kundin oder Netz-Kunde werden, dann dokumentieren Sie Ihr Interesse mit dem Kundenwunsch-Zettel ->.
Am besten geben Sie den ausgefüllten Kundenwunsch-Zettel Ihrer kliQ-Nachbarin oder ihrem kliQ-Nachbarn, damit diese die Interessen der Nachbarschaft in Ihrem Gebiet zu einer Nachbar-Initiative bündeln kann.
Für wen wird ein Netz gebaut?
Wir bauen Netze für die Start- und Standbykunden. Nach deren Anzahl und Verteilung richten sich die Lage und Größe des Leitungsnetztes und der Umfang der benötigten Erdsonden- und Regenerationsmodule.
- Startkunden
nutzen das Nahwärmenetz mit der Inbetriebnahme sofort für das Heizen. - Standbykunden
bekommen einen Hausanschluss, wollen aber noch mit dem Einbau der Wärmepumpe warten. Sie entscheiden selbst, ab wann sie ihre Wärmepumpe in Betrieb nehmen und das Nahwärmenetz nutzen wollen. Sie können sich darauf verlassen, dass das Nahwärmenetz für sie ausreichend Wärme hergibt. - Alle anderen
haben keinen Anspruch auf einen Anschluss an das Nahwärmenetz. Funktioniert ihre Gas- oder Ölheizung nicht mehr, müssen sie sich selbst um eine neue Lösung kümmern oder müssen für ihren Netzanschluss auf eine spätere Ausbaustufe des Netzes warten. Ob und wann eine weitere Ausbaustufe realisiert wird, ist unsicher, denn die Bewilligung von Fördermitteln für den Bau von Ausbaustufen hängt wieder von der Anzahl und Dichte der Interessenten in Projektgebiet ab.
Weitere Informationen zum Thema Energie finden Sie hier.
Hier geht es zur Präsentation „Wie geht es weiter?“, die in unserer Veranstaltung am 15.11.2025 vorgestellt wurde.