Die kliQ-Energieprojekte schreiten zügig voran, auch wenn davon noch nicht viel zu sehen ist. Wir möchten deshalb über den Stand und die weitere Entwicklung der Projekte berichten und Gelegenheit zum Austausch geben. Diesmal sind wir in der Kirche, nachdem der Gemeindesaal sich für die letzte Veranstaltung im November als zu klein erwiesen hat.

Es soll um die folgenden Themen gehen:

1. Ein Blick auf die geplante Neuregelung der Heizungsgesetzgebung: Nach langen Diskussionen hat sich die Koalition auf Eckpunkte für die verständigt. Wir fragen: Was heißt das für die kliQ-Nahwärmenetze? Wie das Gesetzgebungsverfahren ausgeht, lässt sich jetzt zwar noch nicht abschätzen. Aber schon jetzt ist klar, dass das Festhalten an fossilen Heizlösungen (Gas und Öl) zu unkalkulierbaren Preissteigerungen führen wird, wenn zunehmend teure Bioenergie und Wasserstoff beigemischt werden müssen – und die aktuelle Lage am Golf illustriert darüber hinaus die mit fossilen Heizungen verbundene Unsicherheit. Die gute Nachricht: Die bestehende Förderung von Wärmepumpen nach dem Gebäudeenergiegesetz soll bis 2029 gesichert werden. Und die Förderung für den Bau von Nahwärmenetzen soll sogar aufgestockt werden. Damit bleibt die Grundlage für die kliQ-Wärmelösungen wohl zumindest bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode erhalten.

2. Das Nahwärme-Pilotprojekt In der Sprungschanzensiedlung ist gerade wieder einen Schritt weiter: Die Sondernutzungserlaubnis für die 200-Meter-Probebohrung in der Straße liegt vor. Damit kann nun die wasserrechtliche Genehmigung erteilt und anschließend die Probebohrung niedergebracht werden. Wir sind jetzt im Endspurt mit den Genehmigungen. Die Nachbarinnen und Nachbarn im Projektgebiet müssen sich nun also entscheiden, ob sie sich dem Projekt anschließen wollen.

3. Auch in der Weserberglandsiedlung geht es voran. Nach Abschluss der Machbarkeitsstudie bereiten wir mit Hochdruck die Genehmigungsplanung für den ersten Bauabschnitt im Eggepfad vor. Zurzeit werden Angebote von Ingenieurbüros und Bohrfirmen eingeholt und die Förderanträge vorbereitet. Wir nähern uns also mit großen Schritten der Unterzeichnung der ersten Kunden-Verträge.

4. Anschlussverträge und Tarifmodelle gewinnen damit an Bedeutung. Was steht in den Anschlussverträgen? Welche Verpflichtungen gehen Kunden ein? Welche Zahlungen werden wann fällig? Und wann besteht die letzte Möglichkeit zum Einstieg? Es wird auch die Wahlmöglichkeit zwischen mehreren Tarifoptionen geben – und etwas günstigere Bedingungen für kliQ-Mitglieder. Dies ist nicht nur für die Anlieger der beiden Pilotnetze wichtig. Die Verträge und Tarife sind so konzipiert, dass sie auch auf andere Netze übertragbar sind.

5. Weitere Netzplanungen werden mit Vorstudien beginnen, mit denen niederschwellig untersucht werden soll, ob sich ein Nahwärmenetz in einem Teilgebiet des kliQ-Quartiers mit hinreichender Wahrscheinlichkeit technisch, genehmigungsrechtlich und wirtschaftlich umsetzen lässt und wie das Projektgebiet zugeschnitten sein sollte. Die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen, so dass es auch hier bald losgehen kann. In einigen Gebieten haben sich bereits Nachbarschaftsinitiativen gebildet, die loslegen wollen, sobald es so weit ist. Auch interessant: Vielleicht wird es künftig möglich sein, Netzlösungen auch für kleinere Häuserzeilen umzusetzen, die die Mindestzahl von 17 Häusern für Wärmenetze unterschreiten!

6. Luftwärmepumpen sind eine Alternative für Anlieger in Gebieten, in denen sich zunächst kein hinreichend großes Interesse für ein Nahwärmenetz abzeichnet, oder wo alte fossile Heizungen besonders dringend ausgetauscht werden müssen. kliQ wird diesen Anlieger anbieten, über Sammelbestellungen günstige und zuverlässige Wärmepumpen zu bestellen. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren und sind nahezu abgeschlossen. Auch hier kann es bald losgehen.

Es gibt also viel zu besprechen am 14.3.!