Netz 2 – Weserberglandsiedlung
Wie weit ist das Bauprojekt vorangeschritten?
Die Machbarkeitsstudie ist weitgehend abgeschlossen. Sie musste in wenigen Monaten unter hohem Zeitdruck durchgeführt werden, weil kliQ zunächst lange auf den Förderbescheid warten musste und die Förderzusage nur bis Ende November gilt.
Hier geht es zur Präsentation „Weserberglandsiedlung“, die in unserer Veranstaltung am 15.11.2025 vorgestellt wurde.
Die Ergebnisse entsprechen nicht ganz den ursprünglichen Erwartungen. Einige Varianten haben sich als nicht so gut umsetzbar oder ertragreich erwiesen wie ursprünglich angenommen. Die Studie zeigt aber, dass Wärmenetze in weiten Teilen der Weserberglandsiedlung realisierbar sind.
Die Variante „Kaltes Nahwärmenetz mit Grundwasserbrunnen“ würde eine gesicherte Versorgung für das gesamte Weserberglandgebiet einschließlich der Häuser im Wasserschutzgebiet bieten. Zudem wäre die Abhängigkeit von dem Eigentümer der Privatstraßen (Vonovia) weitgehend oder sogar vollständig auf Durchleitungsrechte begrenzt. Aufgrund der hohen Anfangsinvestitionen in einen Grundwasserbrunnen mit Wasseraufbereitung würde die Umsetzung dieser Variante jedoch bereits zu Beginn eine hohe Anzahl von Anschlusswilligen voraussetzen. Der entscheidende Nachteil für diese Variante liegt aber in den möglicherweise hohen Kosten für die Grundwasseraufbereitung. Im schlimmsten Fall kann diese Lösung sehr teuer werden. Um das zu klären, müssten weitere Untersuchungen durchgeführt werden.
Somit konzentrierte sich die Studie vertiefend zunächst auf die je nach Lage dort kurzfristig umsetzbaren Varianten:
Für die Häuser im Eggepfad und Deisterpfad wird aufgrund der hohen „Wärmedichte“ durch kleine Grundstücke und viele Reihenhäuser als beste Variante ein „Kaltes-Nahwärmenetz mit Erdsonden“ empfohlen. Im Rahmen der Studie wurde bereits mit Vorarbeiten für die Genehmigungsplanung begonnen.
Inzwischen hat die Gewässerschutzbehörde auch mitgeteilt, dass nunmehr Erdsonden bis zu einer Tiefe von etwa 200 Metern genehmigungsfähig seien; bislang waren es nur 45 Meter (hier). kliQ hatte sich lange für tiefer in den Untergrund reichende Sonden eingesetzt, weil dann weniger Sonden und damit kleinere Sondenfelder erforderlich sind, um ein Projektgebiet zu versorgen. Dieser Durchbruch in der wasserrechtlichen Genehmigungspraxis wird kurzfristig in die abschließenden Planungen aufgenommen und erhöht die Realisierungschancen.
Solange keine Brunnennetz-Lösung realistisch ist, wird für die Straßen, die weitgehend innerhalb des Wasserschutzgebietes liegen – Ithweg, Hilssteig, Süntelsteig – als beste Variante der Einbau dezentraler Einzel-Luft-Wärmepumpe empfohlen. Hier sind wegen des Wasserschutzgebietes keine Erdsonden erlaubt und gleichzeitig ist eine Netzlösung aufgrund der niedrigeren „Wärmedichte“ durch größere Grundstücke und weniger dichte Bebauung teurer.
Für die Häuser an den Straßenzügen Onkel Tom Straße und Quermatenweg lässt die Studie noch offen, ob sich dort am Ende eher Netzlösungen oder Einzel-Haus-Lösungen lohnen werden.
Die Anwohnerinnen und Anwohner der Weserberglandsiedlung, aber auch alle anderen Interessierten, können sich anhand der Machbarkeitsstudie eine eigene Meinung bilden, welche Lösung sie präferieren würden. Für vertiefende Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre kliQ-Nachbarn in Ihrem Kiez oder nehmen an Nachbarschaftstreffen teil (Informationen ->).
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