Netz 1 – Sprungschanzensiedlung

Wie weit ist das Bauprojekt vorangeschritten?

Der Bau des Nahwärmenetzes in der Sprungschanzensiedlung soll 2027 abgeschlossen sein:

Fördermittel und Genehmigungsverfahren

Jetzt werden Anträge auf Förderung im Bundesprogramm „Bundesförderung effiziente Wärmenetze“ (BEW), auf dauerhafte Straßennutzung für Leitungen und Erdsonden sowie für die wasserrechtliche Genehmigung gestellt. Wir rechnen damit, dass uns die Genehmigungsbescheide bis Anfang 2027 vorliegen.

Anschlussverträge und Zahlungen

Parallel dazu werden ab April 2026 Anschlussverträge mit den Start- und den Standby-Kunden abgeschlossen.
Ein Abschlag auf die Investitionskosten wird fällig, wenn mindestens 20 Anschlussverträge abgeschlossen sind, um die Planungskosten zu decken. Der Hauptteil der Kosten (siehe unten) wird erst fällig, wenn alle Genehmigungen und die Förderzusage vorliegen und Aufträge für die Ausführungsplanung und den Bau vergeben werden können.

Ihre Chance!

  • Wollen Sie im ersten Bauabschnitt des kalten Nahwärmenetzes dabei sein?
  • Wollen Sie Start- oder Standbykunde sein?
  • Dann senden sie uns jetzt dieses Kundenwunsch-Formular ausgefüllt zu.
    Denn: Gebaut wird nur für Start- und Standbykunden!

Die Probebohrung

Nachdem im November 2025 die Bohrtiefenbegrenzung von 45 Meter auf 200 Meter erweitert wurde, wird kliQ eine neue Probebohrung durchführen lassen, um die damit verbundenen möglichen Vorteile ausnutzen zu können.

Regenerationspotentiale

Außerdem ermittelt kliQ-Energie die Potenziale für Quellen von Regenerationswärme. Das können Solarabsorber, auch Solarmatten genannt, oder PVT-Anlagen zum Beispiel auf Dächern und Garagen sein. Für deren Nutzung müssen ggf. Gestattungsverträge abzuschließen und Dienstbarkeiten in das Grundbuch eingetragen werden. Die Vertragspartner erhalten von kliQ eine angemessene finanzielle Vergütung.

Weitere Informationen finden Sie hier:

tDie Kosten für das Netz

Welche Investitionskosten wurden im Rahmen der Vorplanung ermittelt?

Im Rahmen der Vorplanung wurde ausgehend von 40 Anschlusskunden im ersten Bauabschnitt eine Investitionssumme von 911.100 € ermittelt (netto – Stand 15.11.2025). Dabei handelt es sich um eine Kostenschätzung, aber wir sind vorsichtig herangegangen, um am Ende möglichst nicht vor höheren Kosten als erwartet zu stehen. Deshalb ist ein Risikoaufschlag von 20 % der Bausumme enthalten, den wir hoffentlich nicht in Anspruch nehmen müssen.

Gebaut wird nur für Start- und Standby-Kunden mit Anschlussvertrag, denn wir können nicht „auf Vorrat“ bauen. Wer zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe keinen Anschlussvertrag abgeschlossen hat, muss bis zur Realisierung eines möglichen zweiten Bauabschnitts warten. Beteiligen sich entgegen den Erwartungen weniger als 40 Anschlusskunden am ersten. Bauabschnitt, wird das Bauprogramm entsprechend angepasst, weil wir dann weniger Erdsonden und weniger Regenerationselemente brauchen.

Wie soll die Investitionssumme finanziert werden?

  • 334.000 € (netto) der Planungs- und Baukosten werden durch BEW-Mittel geförtert – mit einer Quote von 40 %
  • 400.000 € (netto) decken die Zahlungen der Anschlusskunden für Hausanschlüsse und Baukostenzuschüsse
  • 177.100 € (netto) verbleiben, dafür muss ein Kredit mit einer Laufzeit von 20 Jahren aufgenommen werden. Die Kreditsumme wird nach aktuellen Baukosten angepasst. Zum Thema Mitgliederdarlehen siehe weiter unten.

Welche Kosten kommen auf die Anschlusskunden zu?

Hausanschluss und Baukostenzuschuss – einmalig

  • 1.800 € (brutto) sobald 20 Anschlussverträge abgeschlossen sind – zur Finanzierung der Planungskosten
  • 3.600 € (brutto) bei Baubeginn (Hausanschluss). Bis zu diesem Zeitpunkt besteht ein Rücktrittsrecht von bereits abgeschlossenen Anschlussverträgen
  • 6.600 € (brutto) bei Baubeginn (Baukostenzuschuss)
  • 600 € (brutto) zusätzlich für Nichtmitglieder von kliQ-Berlin eG

Investitionskostenanteil für die Dauer von bis zu 20 Jahren:

  • Sobald das Netz betriebsfertig ist, zahlt jeder Anschlusskunde einen Investitionskostenanteil (Tilgung des Kredits), der mit Ende der auf 20 Jahre angelegten Netzfinanzierungsperiode ausläuft.

Betriebskostenanteil

  • Für Wartung, Verwaltung und möglicher Reparaturen zahlen jährlich alle, deren Wärmepumpen ans Netz gehen: Startkunden somit ab Betriebsbeginn des Netzes, Standbykunden sobald sie ihre Wärmepumpe in Betrieb nehmen

Nutzungsentgelt – die Summe aus Investitionskosten- und Betriebskostenanteil

  • Das Nutzungsentgelt wird differenziert nach Größe (kW) der angeschlossenen Wärmepumpe

Welche Tarifmodelle wird es geben?

  • Tarif 1 (Standardtarif): Normaler Baukostenzuschuss und laufende Gebühr, wie beschrieben
  • Tarif 2 (Vollzahlertarif): Erhöhter Baukostenzuschuss, der alle anteiligen Planungs- und Baukostenabdeckt; dafür kein Investitionskostenanteil  => spart in der Summe Finanzierungskosten
  • Tarif 3 (Sondertarif): Nur 5.400 € (brutto) Baukostenzuschuss, dafür erhöhtes laufendes Nutzungsentgelt  => erhöht in der Summe die Finanzierungskosten

Die Wärmepumpe

Was ist bei der Wärmepumpe zu beachten?

kliQ-Energie berät die Anschlusskundinnen und -kunden, organisiert den Prozess der Beschaffung und Installation der Wärmepumpen und vermittelt kompetente Fachbetriebe. Dabei sind wir bestrebt, die Kosten durch standardisierte Angebote, koordinierte Aufträge und seriellen Einbau möglichst gering zu halten. kliQ-Energie bietet auch eine Heizlastberechnung (mit Fördermittel-Service) an, um vor Ort zu klären, welche Leistung die Wärmepumpe haben sollte und ob begrenzte Anpassungsmaßnahmen (z.B. Erneuerung der Heizkörper) ratsam sind. Grundsätzlich müssen Wärmepumpen die für den Netzanschluss erforderlichen technischen Anforderungen erfüllen.
Die Kundinnen und Kunden schließen mit dem Fachbetrieb einen Liefer- & Leistungsvertrag ab. Sie beantragen auch die Förderung nach dem Gebäudeenergiegesetz (35%/55%/70%), ggf. mit Unterstützung von kliQ-Energie. Und sie schließen einen eigenen Wärmestromliefervertrag ab oder betreiben die Wärmepumpe über ihren Haushaltsstromanschluss.

Einmalige Kosten für die hauseigene Wärmepumpe

Die Kosten für die Wärmepumpe im Keller hängen von den aktuellen Marktbedingungen zum Zeitpunkt des Abschlusses des Liefer- & Leistungsvertrages ab. Wir rechnen derzeit mit ca. 10.000 €, wenn die Wärmepumpe mit 55% nach GEG gefördert wird. Dies ist günstiger als bei anderen Lösungen (zum Beispiel Luftwärmepumpe).

Mitgliederdarlehen

Wofür werden sie benötigt

Zur Realisierung des Pilotprojektes benötigt kliQ Mitgliederdarlehen in zwei Formen:

  • Der langfristige Investitionskredit zur Teilfinanzierung der Investitionskosten soll über langfristige Mitgliederdarlehen mit qualifiziertem Nachrang gedeckt werden. Solche Nachrangkredite sind ein üblicher Weg der Projektfinanzierung von Bürgerenergiegenossenschaften. Sie werden von Banken und Auftragnehmern (Baufirmen) als eigenkapitalähnlich anerkannt, weil sie im Insolvenzfall nachrangig bedient werden.
  • Im Laufe der Projektrealisierung, insbesondere in der Bauphase, entstehen darüber hinaus Zwischenfinanzierungskosten in Höhe von 100.000€ – 275.000€ zur Vorfinanzierung der Fördersumme und eines Teils der Mehrwertsteuer, die in den Rechnungen der Bau- und Planungsfirmen enthalten ist. Den Zwischenfinanzierungsbedarf wollen wir durch kurzfristige Mitgliederdarlehen decken.

Dies ist kein Angebot. Das Vermögenanlagegesetz schreibt vor, dass Mitgliederdarlehen ausschließlich von Mitgliedern aufgenommen und nicht öffentlich werden beworben werden dürfen. Deshalb wird kliQ dafür gesondert auf die Mitglieder zukommen.

Weitere Informationen zum Thema Energie finden Sie hier.