Weserberglandsiedlung

Was hat die Machbarkeitsstudie ergeben

Die Studie zeigt, dass Wärmenetze in Teilen der Weserberglandsiedlung realisierbar sind, auch wenn die Ergebnisse nicht ganz den ursprünglichen Erwartungen entsprachen.

Die Variante „Kaltes Nahwärmenetz mit Erdsonden“ hat sich am Ende als die realistischste Variante erwiesen. Für die Häuser im Eggepfad und im Deisterpfad wird aufgrund der hohen „Wärmedichte“ durch kleine Grundstücke und viele Reihenhäuser als beste Variante ein „kaltes Nahwärmenetz mit Erdsonden empfohlen.
Im ersten Schritt soll deshalb ein kaltes Nahwärmenetz im Eggepfad errichtet werden. Dort ist das Anschlussinteresse besonders hoch.

Die Variante „Kaltes Nahwärmenetz mit Grundwasserbrunnen“ wird dagegen nicht weiterverfolgt. Von Vorteil wäre eine gesicherte Versorgung für das gesamte Weserberglandgebiet einschließlich der Häuser im Wasserschutzgebiet. Ebenso vorteilhaft wäre, dass die Privatstraßen nur für die Verlegung der Leitungen benötigt werden würden und damit die Abhängigkeit vom Straßeneigentümer geringer wäre. Nachteilig sind aber die sehr hohen Anfangsinvestitionen in einen Grundwasserbrunnen sowie eine Wasseraufbereitungsanlage. Im schlimmsten Fall kann diese Lösung wegen der Grundwasseraufbereitung sehr teuer werden. Überdies könnte diese Variante nur finanziert werden, wenn ausreichend großes Anschlussinteresse im gesamten Siedlungsgebiet vorhanden wäre.

Weitere Varianten, wie die Nutzung anderer Energiequellen (zum Beispiel auf dem Gelände der Reitschule) oder warme Nahwärmenetze haben sich als nicht realisierbar erwiesen.

Und was ist mit den anderen Teilen der Weserberglandsiedlung

Für die Straßen, die weitgehend innerhalb des Wasserschutzgebietes liegen – Ithweg, Hilssteig, Süntelsteig – wird als beste Variante der Einbau dezentraler Einzel-Luft-Wärmepumpe empfohlen, solange eine Brunnennetz-Lösung nicht realistisch ist. Hier sind wegen des Wasserschutzgebietes keine Erdsonden erlaubt und gleichzeitig ist eine Netzlösung aufgrund der niedrigeren „Wärmedichte“ durch größere Grundstücke und weniger dichte Bebauung teurer.

Für die Häuser an den Straßenzügen Onkel Tom Straße und Quermatenweg lässt die Studie noch offen, ob sich dort am Ende eher Netzlösungen oder Einzel-Haus-Lösungen lohnen werden.

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